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24.11.2021 Baumaßnahmen für den Dokumentations- und Lernort Bückeberg beendet

Fotograf: B. Gelderblom

Das auf dem Bückeberg in Emmerthal bei Hameln von 1933 bis 1937 jährlich veranstaltete „Reichserntedankfest“ gehörte zu den größten Massenveranstaltungen des Nationalsozialismus. 2018 gründete der Landkreis Hameln-Pyrmont zusammen mit dem Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln e.V. eine gemeinnützige GmbH zur Realisierung eines Dokumentations- und Lernortes. Nun wurden die sechsmonatigen Baumaßnahmen, die in Abstimmung mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege erfolgten, beendet.

Fotograf: B. Gelderblom

„Es war immer zentral, dass nur sehr zurückhaltend in das Gelände eingegriffen wird. Dies ist aus meiner Sicht gut gelungen“ bilanziert der Historiker Bernhard Gelderblom, der sich seit Jahrzehnten für einen angemessenen Umgang mit dem historischen Ort einsetzt. Sowohl die Inhalte der Dauerausstellung wie auch das Gestaltungskonzept beruhen wesentlich auf seinen Vorarbeiten. Die Detailplanung erfolgte auf Grundlage des prämierten Entwurfs der AG Jung|Ermisch|Dröge+Kerck durch die Landschaftsarchitekten kerck+partner aus Hannover.

Fotograf: K. von Luckwald

Über die Fläche verteilte Infotafeln zeigen, wie die Massenveranstaltungen der NS-Propaganda dazu dienten, medial verwertbare Bilder einer „Volksgemeinschaft“ zu inszenieren, die Spaltung der Gesellschaft voranzutreiben und die Deutschen auf den Krieg vorzubereiten. Zur Ausstellung gehören im oberen, barrierearmen Bereich eine Kurzfassung der im Gelände verteilten Inhalte, ein Tastmodell und Tafeln in leichter Sprache.

„Die Realisierung des Dokumentations- und Lernortes wurde ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung des Bundes, der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, des Amtes für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, der Stiftung Niedersachsen, der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung und der Klosterkammer Hannover“, betont der Landrat des Landkreises Hameln-Pyrmont Dirk Adomat.

Fotograf: B. Gelderblom

„Am Bückeberg wird nicht nur das historische Geschehen dokumentiert, sondern auch die Frage aufgeworfen, warum so viele Menschen den Nationalsozialismus unterstützten und was daraus zu lernen ist. Massenmanipulation, Mitläufertum und ein fehlgeleiteter Wunsch nach Zugehörigkeit, der sich aggressiv gegen andere richtet, bleiben leider aktuelle Themen“, so Adomat abschließend.

Der Dokumentations- und Lernort Bückeberg kann ab sofort eigenständig besucht werden. Wer Interesse an weitergehenden Informationen oder einer Begleitung durch die Dauerausstellung hat, kann sich gerne an kontakt@bueckeberg-ggmbh.de wenden.

 

18.11.2021 Veranstaltung mit Ronen Steinke wird verschoben

In Absprache mit dem Referenten muss Corona-bedingt die für den 24.11.2021 geplante Veranstaltung mit dem Autor Ronen Steinke leider verschoben werden. Der Termin wird im kommenden Jahr nachgeholt.

26.10.2021 Einladung zu Lesung und Gespräch mit dem Sachbuchautor und Journalisten Ronen Steinke – TERMIN VERSCHOBEN –

© Regina Schmeken

Dr. Ronen Steinke ist Redakteur der Süddeutschen Zeitung, Jurist und Autor mehrerer Sachbücher. Seine Biografie über Fritz Bauer, den mutigen Ermittler und Ankläger der Frankfurter Auschwitz-Prozesse, wurde mit „Der Staat gegen Fritz Bauer“ 2015 preisgekrönt verfilmt und in mehrere Sprachen übersetzt wurde.

Am 24. November wird Ronen Steinke ab 19 Uhr in einer Lesung mit anschließendem Gespräch im Münster St. Bonifatius in Hameln (Münsterkirchhof) auf Einladung der Dokumentations- und Lernort Bückeberg gGmbH über sein Buch „Terror gegen Juden – Wie antisemitische Gewalt erstarkt und der Staat versagt“ sprechen.

Der jüdische Autor ist dafür durch Deutschland gereist und erzählt von jüdischem Leben im Belagerungszustand. Er trifft Rabbinerinnen und Polizisten, konfrontiert Staatsschützer, Geheimdienstler und Minister mit dem Staatsversagen. In Deutschland habe man sich an Zustände gewöhnt, an die man sich niemals gewöhnen darf: Jüdische Schulen müssen von Bewaffneten bewacht werden, jüdischer Gottesdienst findet unter Polizeischutz statt, Bedrohungen sind alltäglich. Der Staat habe zugelassen, dass es so weit kommt – durch eine Polizei, die diese Gefahr nicht effektiv abwehrt, sondern verwaltet; durch eine Justiz, die immer wieder beschönigt.  

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln e.V. im Rahmenprogramm der Ausstellung von Bernhard Gelderblom „800 Jahre jüdisches Leben in Hameln“ statt.

 

06.07.2021 Dokumentations- und Lernort Bückeberg bei Preisverleihung der Wüstenrot Stiftung

Dr. Anja Reichert-Schick und Dr. Stefan Krämer (beide Wüstenrot Stiftung) überreichten die Auszeichnung an Alexander Remmel, Bernhard Gelderblom und Volkmar Kerck (v.l.n.r.)
Foto: Wüstenrot Stiftung Fionn Große

Die Wüstenrot Stiftung hatte bereits im Januar die Preisträger*innen eines bundesweiten Wettbewerbs „Gebaute Orte für Demokratie und Teilhabe“ bekanntgegeben, an dem 455 Projekte aus ganz Deutschland teilgenommen hatten. Durch das Pandemiegeschehen war damals an eine Veranstaltung zur Preisverleihung nicht zu denken. Diese wurde nun in Berlin nachgeholt.

Mit einem der drei Hauptpreise wurde der zukünftige Dokumentations- und Lernort Bückeberg prämiert. In der Begründung würdigt die Jury u.a., dass dort „Fiktion, Inszenierung und mediale Verbreitung als populistische, manipulierende Stilmittel entlarvt“ werden. Die „Reichserntedankfeste“ dienten vor allem dazu, „medial verwertbare Bilder einer Volksgemeinschaft zu erzeugen und die Zugehörigkeit zu dieser Gemeinschaft zu zelebrieren.“ Es werde die Sichtbarkeit der damaligen Eingriffe in das Gelände erhalten und dafür sensibilisiert, „wie mit solchen Inszenierungen die Sehnsucht nach Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft für eine Spaltung der Gesellschaft missbraucht werden konnte“.

Für den Dokumentations- und Lernort Bückeberg waren in Berlin Alexander Remmel (Geschäftsführer), Bernhard Gelderblom (Beiratsvorsitzender) und Volkmar Kerck (kerck+partner Landschaftsarchitekten für die Arbeitsgemeinschaft Jung/Ermisch/Kerck) dabei. „Wir freuen uns sehr über die mit dem Preis verbundene Bestätigung der überregionalen Bedeutung unseres Projektes“, berichtet Remmel von der Veranstaltung. Er sei auch eine Anerkennung der langjährigen, ehrenamtlichen Vorarbeiten von Gelderblom und des Vereins für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln sowie des Engagements des Landkreis Hameln-Pyrmont für das Projekt.

Gefördert durch die Beauftragte des Bundes für Kultur und Medien, die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, die Stiftung Niedersachsen, die niedersächsische Bingo-Umweltstiftung und die Klosterkammer Hannover wird derzeit auf dem Bückeberg gebaut. Bis Ende des Jahres soll der Dokumentations- und Lernort fertiggestellt sein.

Die prämierten und zahlreiche weitere Projekte aus dem Wettbewerb der Wüstenrot Stiftung werden u.a. in einer virtuellen Ausstellung vorgestellt: www.orte-demokratie.de.

19.05.2021 Hauptbaumaßnahme beginnt

Mit Aufstellung des Bauschildes wurde mit der Hauptbaumaßnahme begonnen.  Seit dem Gehölzschnitt im Januar bietet sich regelmäßigen Besucher*innen des Geländes bereits ein stark veränderter Blick auf die Fundamentreste der oberen Tribüne.

Nach umfangreichen Planungen, Vorarbeiten und Untersuchungen wird nun mit den Arbeiten in den nächsten Monaten auf dem Bückeberg der Dokumentations- und Lernort entstehen.

Einen aktuellen Überblick, was in welchem Bereich des Geländes geplant ist, finden Sie hier: Bauliche Maßnahmen zur Ausgestaltung des Geländes zum Dokumentations- und Lernort 

 

14.01.2021 Geplanter Dokumentations- und Lernort Bückeberg erhält Preis der Wüstenrot Stiftung

© Bückeberg gGmbH/ kerck + partner landschaftsarchitekten mbB

Die Wüstenrot Stiftung hat heute das Ergebnis einen bundesweiten Wettbewerbs „Gebaute Orte für Demokratie und Teilhabe“ bekanntgegeben, an dem 455 Projekte aus ganz Deutschland teilgenommen haben. Eine unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Verfassungsrichter a.D. Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio prämierte „sechs herausragende Beispiele, die demokratische Werte stärken und die Teilhabe unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen durch gebaute Orte unterstützen“, wie in einer Pressemitteilung heute bekannt gegeben wurde.

Zu den ausgezeichneten Projekten gehört der geplante Dokumentations- und Lernort Bückeberg. In der Begründung der Jury heißt es u.a. „Sie [die „Reichserntedankfeste“] dienten vor allem dazu, medial verwertbare Bilder einer Volksgemeinschaft zu erzeugen und die Zugehörigkeit zu dieser Gemeinschaft zu zelebrieren. Am historischen Ort werden nun Fiktion, Inszenierung und mediale Verbreitung als populistische, manipulierende Stilmittel entlarvt und ihre suggestive Verführungskraft nachvollziehbar. Die punktuellen Interventionen der Dokumentationsstätte erhalten die Sichtbarkeit der damaligen Eingriffe in das Gelände und sensibilisieren dafür, wie mit solchen Inszenierungen die Sehnsucht nach Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft für eine Spaltung der Gesellschaft missbraucht werden konnte.“

Alexander Remmel, Geschäftsführer der Bückeberg gGmbH, der den Beitrag zum Wettbewerb eingereicht hat und Vertreter*innen der Wüstenrot Stiftung und des Wettbewerbsbüros bei einem Besuch das Projekt in einem Vortrag und bei einer Führung über das Gelände in Emmerthal ausführlich vorstellen konnte, freut sich über die Auszeichnung, da diese die große Bedeutung des historischen Ortes und der Aufgabe des geplanten Dokumentations- und Lernortes anerkenne.

Mit der Auszeichnung verbunden ist ein Preisgeld von 20.000,-€. Die Wüstenrot Stiftung wird eine Wanderausstellung mit Begleitbroschüre erstellen, die die sechs prämierten Orte sowie 20 weitere Wettbewerbsbeiträge vorstellt. Außerdem ist eine Buchpublikation geplant.

Pressemitteilung der Wüstenrot Stiftung, die alle prämierten Projekte vorstellt

Das Konzept des Dokumentations- und Lernortes Bückeberg basiert auf Vorarbeiten des Hamelner Historikers Bernhard Gelderblom. Die bauliche Umsetzung wird durch kerck+partner landschaftsarchitekten mbB geplant und begleitet. Als Gesellschafter tragen der Landkreis Hameln-Pyrmont und der Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln inhaltlich und finanziell die Bückeberg gGmbH.  Die Realisierung des Dokumentations- und Lernortes wird ermöglicht durch Fördermittel der Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien, der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, des Amtes für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, der Stiftung Niedersachsen, der niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung und der Klosterkammer Hannover.

09.01.2021 Gehölzschnitt im oberen Bereich und am Osthang

Ab Montag dem 11.01.2021 werden zur Vorbereitung der geplanten Baumaßnahmen im oberen Teil des Geländes Bäume und Sträucher gerodet oder zurückgeschnitten. Im künftigen barrierearmen Bereich ist u.a. ein leicht erhöhter Steg geplant, vom dem aus ein Überblick über das Gelände und ein Ausblick in die umgebende Landschaft möglich sein soll. Dafür werden einige Bäume aufgeastet, andere gerodet. Außerdem werden Bäume entfernt, deren Wurzelwerk den denkmalgeschützten Mittelweg und und die historischen Fundamentreste schädigen können.

02.12.2020 Blick in den Untergrund – Denkmalpflege erkundet das Gelände

Voraussichtlich ab dem 07.12.2020 werden im Auftrag des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege geophysikalische Erkundungen stattfinden, um u.a. Bodeneingriffe, Materialablagerungen, Betonfundamente, Drainagen und Kabel zu lokalisieren. Das Ziel ist eine umfassende archäologische Dokumentation zur ehemaligen Gestaltung, Infrastruktur und Nutzung des Areals. Dafür werden im Rahmen von Begehungen Magnetometer und Bodenradar eingesetzt.

01.08.2020 Umzug in das vhs-Haus

Ab dem 1. August ist unser Büro nicht mehr im Kreishaus, sondern im Gebäude der vhs Hameln-Pyrmont in der Sedanstraße 11 in Hameln zu finden. Damit intensivieren wir unsere Zusammenarbeit, denn auch im nächsten Semester wird es einen Vortrag zu den Reichserntedankfesten und eine Führung über den Bückeberg im Kursprogramm der Volkshochschule geben. Durch den Umzug ändert sich auch unsere Telefonnummer. Sie erreichen uns zukünftig unter der Nummer 05151/948251.

 

20.02.2020 Veranstaltungsreihe zu 75 Jahre Kriegsende und Befreiung 

Anlässlich des 75. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges am 8. Mai 1945 werden von März an in Hameln zahlreiche Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Vorträge und thematische Stadtführungen stattfinden. Die Veranstalterinnen und Veranstalter haben ein umfangreiches Programm abgestimmt, um damit auch ein gemeinsame Zeichen gegen das Vergessen zu setzen.

Das ausführliche Programm finden Sie hier

27.09.2019 Einladung Vortrag Prof. Dr. Schieder

Gemeinsam mit dem Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln und dem Landkreis Hameln-Pyrmont laden wir alle Interessierten herzlich zu einem Vortrag am 24. Oktober zur Bedeutung von Masseninszenierungen im deutschen und italienischen Faschismus ein:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

26.08.2019 Bodenuntersuchungen

Ab Mittwoch den 28. August 2019 werden am Bückeberg in Emmerthal Bodenuntersuchungen durchgeführt. Diese dienen der weiteren Planung des Dokumentations- und Lernortes. Im Bereich der früheren oberen Tribüne und am Osthang sollen u.a. durch Rammkernsondierungen Daten erhoben werden, die für die Tragwerksplanung benötigt werden. An diesen Standorten sind ein barrierefreier Steg und eine Plattform geplant.
Auftraggeber der Arbeiten ist die Dokumentations- und Lernort Bückeberg gGmbH, die auch für Rückfragen zur Verfügung steht.

19.06.2019 Kooperationsprojekt zum Bückeberg gestartet

v.l.n.r.: Herr Gelderblom (Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte), Herr Wellinhoff (StS. Gym.), Frau Krägel (StS. Gym.), Herr Dr. Meyer (StS. GHRS), Herr Remmel (Bbg. gGmbH)

Mit einer Auftaktveranstaltung in den Räumen des Studienseminars für das Lehramt an Gymnasien am Hamelner Hefehof hat ein „Kooperationsprojekt zur pädagogischen und didaktischen Begleitung des Dokumentations- und Lernortes Bückeberg“ begonnen. Dieses wurde von der Dokumentations- und Lernort Bückeberg gGmbH initiiert. Weitere Partner sind der Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln und das Studienseminar für das Lehramt an Grund-, Haupt-  und Realschulen.

Es waren u.a. die Fachgruppen Geschichte der weiterführenden Schulen im Landkreis angeschrieben worden und wir haben uns gefreut, dass auch Vertreter der berufsbildenden Schulen anwesend waren. Ziel der Kooperation ist es, bei der Ausgestaltung des außerschulischen Lernortes die Erfahrungen und Erwartungen der Praktikerinnen und Praktiker in den Schulen, aber auch das Fachwissen und neue Ansätze der Wissensvermittlung aus den Studienseminaren einzubinden.

Der Austausch im Rahmen der Auftaktveranstaltung, hat gezeigt, welche vielfältigen Anknüpfungspunkte die Auseinandersetzung mit den „Reichserntedankfesten“ für den Unterricht bieten kann. Es ist aber auch deutlich geworden, wie unterschiedlich in Abhängigkeit u.a. von der Schulform, der Altersgruppe und den Kapazitäten der Lehrenden z.B. eine Exkursion zum Bückeberg vorbereitet oder gestaltet werden kann. Da die Informationsangebote auf dem Gelände  sich nicht ausschließlich an Schülerinnen und Schüler, sondern auch an andere Zielgruppen richten werden, ist es umso wichtiger, passgenaue Formate zu entwickeln, die den unterschiedlichen Bedürfnissen entsprechen. Spätestens nach den Sommerferien werden die Kooperationspartner weiter daran arbeiten.

24.05.2019 Der Fachbeirat der gGmbH hat sich konstituiert

Der Beirat der Dokumentations- und Lernort Bückeberg gGmbH, der die Geschäftsführung berät und Empfehlungen zur Tätigkeit der Gesellschaft und der Verwendung der Mittel ausspricht, hat sich am 24. Mai konstituiert.

Zum Vorsitzenden wurde Bernhard Gelderblom vom Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln e.V. gewählt. Ihm zur Seite steht als stellvertretende Vorsitzende Kirsten John-Stucke, die Leiterin des Kreismuseums Wewelsburg.

Weitere Mitglieder des Beirates sind Dr. Rolf Keller (Stiftung niedersächsische Gedenkstätten), Stefan Daberkow (Leiter des Hamelner Museums), Mario Keller-Holte (Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln e.V.), Joachim Schween (Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln e.V.) und Justus Brennecke (Landkreis Hameln-Pyrmont).

11.05.2019 Das „Welle“-Ensemble der Freilichtbühne Osterwald auf Exkursion zum Bückeberg

Wie entsteht Faschismus? Und warum haben sich die Deutschen im Dritten Reich nicht gegen das Nazi-Regime aufgelehnt? Das Theaterstück „Die Welle“ nach dem Roman von Morton Rhue versucht dieser Problematik auf den Grund zu gehen. Als Vorlage dient das reale Experiment eines amerikanischen Highschool-Lehrers in den 1960er Jahren. Er versuchte seinen Schüler*innen einen Eindruck davon zu vermitteln, wie autoritäre Gesellschaften entstehen können. Der Versuch verselbständigte sich schnell auf fatale Weise: Kontrolle, Diskriminierung und Ausgrenzung waren die Folge. Die Schüler*innen beantworteten die zu Beginn des Stücks gestellte Frage („Wie entsteht Faschismus?“) durch ihr eigenes Handeln.

„Die Welle“ wird auf der Osterwaldbühne als Jugendprojekt unter dem Motto „Mehr als Theater“ inszeniert. Die Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 19 Jahren sind nicht nur als Darsteller*innen aktiv. Die Bereiche Bühnenbau, Technik, Requisiten und Kostüme werden ebenfalls vom Ensemble gemeinsam erarbeitet und gestaltet. Darüber hinaus setzt sich das Ensemble umfassend mit dem historischen Hintergrund zu „Die Welle“ im Zusammenhang mit der eigenen Heimatregion auseinander und besuchte deshalb den Bückeberg.

Wir bedanken uns für das große Interesse an der Führung und wünschen viel Erfolg. Weitere Informationen und die Termine der Aufführungen: https://www.osterwaldbuehne.de/

19.02.2019 Vermessungsarbeiten 

Am Mittwoch den 20. Februar 2019 beginnen am Bückeberg in Emmerthal Vermessungsarbeiten. Die zu erhebenden Daten dienen der weiteren Planung des Dokumentations- und Lernortes. Um detaillierte Messungen zu ermöglichen wird es im Bereich der ehemaligen oberen Tribüne eventuell nötig sein, im geringen Umfang Büsche und Sträucher zurückzuschneiden.

Auftraggeber der Arbeiten ist die Dokumentations- und Lernort Bückeberg gGmbH, die auch für Rückfragen zur Verfügung steht.